Gedenken an die Opfer
Kranzniederlegung mit (v.r.) Oded Horowitz, Stephan Keller, Rabbiner Benzion Kaplan, Alon Dorn, Vorstandsmitglied Jüdische Gemeinde Düsseldorf, und Oberrabbiner Raphael Evers / Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Wilfried Meyer

Gedenken an die Opfer

Auf Einladung der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf gab es am heutigen Montag, 9. November, eine stille Kranzniederlegung am Standort der 1938 niedergebrannten Synagoge an der Kasernenstraße. Vertreter von Stadt, Land, Landtag, Kirchen und Jüdischer Gemeinde gedachten der Opfer des Novemberpogroms, der sich in diesem Jahr zum 82. Mal gejährt hat. Alleine in Düsseldorf wurden dabei mindestens 13 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Zudem wurden nach den gewaltsamen Ausschreitungen mehr als 70 Schwerverletzte gezählt. Ein Großteil der Wohnungen und Häuser, Geschäfte oder Arztpraxen jüdischer Bürgerinnen und Bürger wurde komplett verwüstet.

Dr. Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Landtagspräsident André Kuper und Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen als Vertreter von Ministerpräsident Armin Laschet, legten – coronabedingt zu unterschiedlichen Uhrzeiten des Vormittags – Kränze nieder. Die beiden christlichen Kirchen wurden vertreten durch Superintendent Pfarrer Heinrich Fucks und Stadtdechant Pfarrer Frank Heidkamp. Oberrabbiner Raphael Evers sprach ein Gebet und stimmte den Trauergesang „El male rachamim“ an.

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