Pflegegipfel legt Grundstein
Mitte Juli trafen sich Stadt, Wohlfahrtsverbände und private Träger zum ersten Pflegegipfel im Rathaus / Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

Pflegegipfel legt Grundstein

Der demografische Wandel macht sich auch in Düsseldorf bemerkbar. Bis zum Jahr 2025 werden voraussichtlich 6330 Pflegeplätze benötigt. Aktuell stehen 4858 Plätze zur Verfügung. Durch laufende Um- und Neubauprojekte soll die Zahl bis 2025 um voraussichtlich 550 Plätze erhöht werden. Um die zu befürchtende Versorgungslücke von etwa 1000 Plätzen zu schließen, hatte Oberbürgermeister Thomas Geisel Mitte Juli zum ersten Pflegegipfel mit Stadtdirektor und Sozialdezernent Burkhard Hintzsche, Planungsdezernentin Cornelia Zuschke sowie Vertretern der Wohlfahrtsverbände und privaten Träger ins Rathaus eingeladen. Für Ende August ist der nächste Pflegegipfel geplant, bei dem weitere Maßnahmen beschlossen werden sollen.

Pflegegipfel im Rathaus: „Pflege betrifft alle“

„Pflege ist ein Thema, das uns alle betrifft und das viele Menschen in unserer Stadt umtreibt. Wir stehen alle in der Verantwortung, die Herausforderung des demografischen Wandels gesamtgesellschaftlich anzugehen und zu bewältigen. Schon beim Schulbau hat die Landeshauptstadt Düsseldorf bewiesen, dass wir in kurzer Zeit viel erreichen können. Daher bin ich zuversichtlich, dass wir auch im Bereich Pflege gemeinsam attraktive Lösungen schaffen werden“, sagte Thomas Geisel.

Projekte optimieren und Beschleunigen

Zu den jetzt beschlossenen Maßnahmen zählt die Prüfung, ob laufende Bauprojekte optimiert und beschleunigt werden können. Zudem fasste der Gipfel die Erweiterung bestehender Einrichtungen ins Auge, beispielsweise durch Anbauten oder den Ausbau existierender Gebäude. Darüber hinaus ist der Neubau von Pflegeeinrichtungen auf städtischen Grundstücken eine Option. „Auch wenn wir in den vergangenen Jahren schon viel erreicht haben, müssen wir die Zahl der Pflegeplätze weiter ausbauen“, erklärte Hintzsche. Stadtverwaltung und die verschiedenen Träger seien gefordert, Lösungsvorschläge zu entwickeln. „Umso mehr freue ich mich, dass wir bei diesem ersten Pflegegipfel gemeinsam einen guten Grundstein legen konnten.“

Schreibe einen Kommentar