Eine schwierige Zeit
Marcel Schwarz hofft, dass in den Gaststätten bald der Mindestabstand aufgehoben werden kann / Foto: Christian Töller

Eine schwierige Zeit

Besonders betroffen von den Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus (Covid-19) war die Gastronomie. Und auch jetzt, wo die Gaststätten und Restaurants wieder öffnen dürfen, haben die Gastronomen zu kämpfen. „Es läuft schleppend wieder an“, berichtet Marcel Schwarz von der Gaststätte Franz Ratte in Eller (Gumbertstraße 100). Allein durch den Mindestabstand verlieren die Gastronomen Gäste. „Es dürfen ja nur Leute aus zwei Haushalten zusammen an einem Tisch sitzen. Da fallen die größeren Treffen beispielsweise von zehn Leuten aus mehreren Haushalten schon mal für uns weg“, so Schwarz.

Und auch die Kegelklubs fehlen der Traditionsgaststätte: Derzeit ist nur eine der beide Kegelbahnen geöffnet, die zweite muss noch geschlossen bleiben. „Wir haben deutlich weniger Gäste als vor der Pandemie“, erzählt Schwarz. So kommen derzeit viele der Stammgäste ab 60 Jahren nicht mehr. „Vielleicht aus Angst davor, sich anzustecken, vielleicht wegen der Maskenpflicht.“ Dabei gehören zu den Auflagen zur Öffnung auch verschärfte Hygienevorschriften; so muss sich jeder Gast beim Betreten die Hände desinfizieren. Ein Versuch zu Beginn der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen, einen Lieferservice einzurichten, musste „Franz Ratte“ wegen fehlender Nachfrage rasch wieder einstellen. „Es hat sich nicht gelohnt“, sagt Schwarz, der darauf hofft, dass bald der Mindestabstand in den Gaststätten aufgehoben werden kann. „Das würde uns schon sehr helfen.“ Eine Hilfe bereits jetzt ist die Terrassenerweiterung bis zum 31. Oktober; so darf „Franz Ratte“ ab sofort auf dem ersten Parkplatz vor der Gaststätte zusätzliche Tische und Stühle aufstellen.

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