Kaiserswerth: Freiwillige Feuerwehr soll eine neue Wache bekommen
Visualisierung des Projekts "An Sankt Swidbert/Niederrheinstraße - Neubau der Feuerwache der freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth / (c)Architekturbüro Oliver Buddenberg und Büro AWORKS, Nobert Goljan (Visualisierung)

Kaiserswerth: Freiwillige Feuerwehr soll eine neue Wache bekommen

Über den vorgesehenen Neubau der Feuerwache der freiwilligen Feuerwehr Kaiserswerth hat der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen gestern beraten und der Vorlage des Amtes für Gebäudemanagement zugestimmt. Geplant ist ein Neubau an An Sankt Swidbert/Niederrheinstraße, der unter anderem eine neue Fahrzeughalle für die benötigten fünf Feuerwehrfahrzeuge beinhaltet sowie Umkleide- und Waschräume und einen Schulungsraum. Im derzeitigen Bestandsgebäude an der Friedrich-von-Spee-Straße 38 können auch durch bauliche Erweiterungen nicht die erforderlichen Anforderungen umgesetzt werden. Mit einem Bedarfsbeschluss soll die Verwaltung beauftragt werden, die Planung für die Baumaßnahme durchzuführen und eine Kostenberechnung zu erstellen. Die Entscheidung über das Neubauprojekt trifft der Rat voraussichtlich in seiner Sitzung am 18. Juni.

Die freiwillige Feuerwehr Kaiserswerth befindet sich seit 1957 im historischen Ortskern an der Friedrich-von-Spee-Straße 38. Das in den 1980er Jahren erweiterte Feuerwehrgebäude entspricht mittlerweile nicht mehr den gesetzlichen Standards. Die zusätzlich zu erfüllenden Anforderungen und erforderlichen Bedarfe können weder im Bestandsgebäude noch durch bauliche Erweiterungen auf dem Grundstück umgesetzt werden. Darüber hinaus erschwert die Lage der Feuerwache im engen historischen Ortskern von Kaiserswerth die Anfahrt für die Feuerwehrleute und die Ausfahrt bei Einsätzen.

Bei der erforderlichen Suche nach einem alternativen Standort im Einsatzgebiet der Löschgruppe Kaiserswerth hat sich das Parkplatzgrundstück An Sankt Swidbert/Niederrheinstraße als geeigneter und verfügbarer Standort herausgestellt.

Stadtkämmerin Dorothée Schneider zeigt sich über die gefundene Lösung erfreut: „Der Standort ermöglicht die Errichtung eines modernen, den heutigen Anforderungen der Feuerwehr entsprechenden Neubaus. Gleichzeitig zeichnet er sich insbesondere durch die strategisch günstige Lage im Einsatzgebiet aus. Da der Neubau am Rand des Grundstücks platziert werden soll, kann darüber hinaus auch der öffentliche Parkplatz zum Großteil erhalten bleiben.“

Die heutigen Fahrzeugeinstellplätze in den Fahrzeughallen entsprechen nicht mehr den gültigen Sicherheitsanforderungen. In der vom Amt für Gebäudemanagement beauftragten Machbarkeitsstudie ist die Fahrzeughalle für die benötigten fünf Feuerwehrfahrzeuge entsprechend dem Straßenniveau geplant, sodass eine sichere Ausfahrt in beide Fahrtrichtungen auf die Straße „An Sankt Swidbert“ möglich ist. Neben den Einsatzfahrzeugen werden im Neubau weitere Ausrüstungen und Geräte bereitgehalten. Umkleide- und Waschräume nach den gesetzlichen Bestimmungen und ein Schulungsraum sind ebenfalls vorgesehen. Um die hygienischen Anforderungen zu erfüllen, ist die Schaffung von geschlechtergetrennten Spind- und Sanitärräumen für die weiblichen und männlichen Einsatzkräfte notwendig.

Die Bereiche können auch von der Jugendfeuerwehr genutzt werden. Bereits jetzt steht fest, dass das Gebäude, entsprechend den städtischen Standards, mit LED-Technik ausgestattet wird. Darüber hinaus werden weitere energetische Maßnahmen sowie die Möglichkeiten zur Berücksichtigung von Photovoltaik im Rahmen der Planung geprüft. Der teilweise in einem Naturschutzgebiet gelegene Neubau erhält ein Gründach. Teile der Fassade werden mit geeigneten Kletterpflanzen versehen, die auch zum Nestbau für Vögel geeignet sind. Für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr sind 20 Pkw-Parkplätze und Fahrradabstellmöglichkeiten im Bereich des öffentlichen Parkplatzes vorgesehen.

Auf Grundlage der Machbarkeitsstudie wurde vom Amt für Gebäudemanagement für den Neubau bereits eine Bauvoranfrage beim Bauaufsichtsamt eingereicht. Die Bezirksvertretung 5 berät heute (26. Mai) über die Bauvoranfrage. Nach Durchführung der erforderlichen Planungen für das Projekt auf Basis des Bedarfsbeschlusses strebt das Amt für Gebäudemanagement die Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das 4. Quartal 2021 an. Baubeginn könnte dann im 1. Quartal 2022 sein. Die derzeitige Kostenschätzung geht von Kosten in Höhe von rund 3,45 Millionen Euro (brutto) für die Durchführung der Maßnahme aus.

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