Untere Kapelle des Gerresheimer Friedhofs soll saniert werden
Visualisierung: Neugestaltung des Vorplatzes der Unteren Kapelle,(c)rekowski architekten

Untere Kapelle des Gerresheimer Friedhofs soll saniert werden

Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 28. April über die Ausführung und Finanzierung der Gesamtsanierung der Unteren Kapelle des Friedhofs Gerresheim an der Quadenhofstraße 151 beraten. Die endgültige Entscheidung trifft der Rat am 14. Mai. Die Sanierung umfasst unter anderem die Beseitigung von Feuchteschäden, die Herstellung eines barrierefreien Zugangs und den Austausch der Technik. Die geplanten Kosten für die Baumaßnahme betragen rund 1,88 Millionen Euro.

Die 1908 erbaute und 1963 erweiterte Untere Kapelle des Gerresheimer Waldfriedhofs ist in die Jahre gekommen und soll den aktuellen Anforderungen entsprechend saniert werden. Das nicht denkmalgeschützte Gebäude weist insbesondere Feuchtigkeitsschäden im Untergeschoss auf, die sich bis ins Erdgeschoss erstrecken und von denen auch die Fassade betroffen ist. Auch die Fenster im hinteren Teil der Kapelle sowie das Eingangsportal und die technische Gebäudeausrüstung müssen ausgetauscht werden.

Stadtkämmerin Dorothée Schneider hebt hervor: „Erfreulich ist, dass im Rahmen des Projektes Sanierung städtischer Gebäude durch das Amt für Gebäudemanagement eine weitere Kapelle saniert und auf den heutigen Stand der Technik angepasst werden kann. Gleichzeitig wird auch die Chance genutzt, die Betriebsabläufe und die Nutzung der Räumlichkeiten zu optimieren.“

Die Hauptnutzung wird sich künftig auf die Erdgeschossebene der Kapelle konzentrieren. Im Rahmen der Gestaltung des Außenbereichs wird das Geländeniveau im Bereich des Vorplatzes angehoben und weiträumig neu modelliert. Das ermöglicht eine natürliche barrierefreie Zufahrt. Der neu entstandene Platz vor der Kapelle wird durch eine neue Pflasterung, neu angelegte Beete und Außenbänke zudem gestalterisch aufgewertet. Beigeordnete Helga Stulgies stellt fest: „Durch die Sanierung der Kapelle entsteht für die Angehörigen inmitten der waldartigen Umgebung des Gerresheimer Friedhofes wieder ein würdevoller Ort, um von den Verstorbenen Abschied nehmen zu können.“

Ergänzt um ein taktiles Leitsystem für Sehbehinderte, das vom Friedhofstor bis zur Kapelle eingerichtet wird und die Installation einer Induktionsschleife für eine Höranlage im gesamten Raum der Kapelle können nun auch Menschen mit Behinderungen die Kapelle uneingeschränkt nutzen.

Am Gebäude selbst werden die Feuchteschäden beseitigt, die Fenster sowie das Eingangsportal ausgetauscht. Außerdem werden die Böden erneuert und die Gebäudeausrüstung wird auf den Stand der Technik gebracht und die gesamte innere Organisation des Gebäudes neu geordnet. Maßnahmen wie der Austausch der Heizungsanlage, die Ausstattung mit LED-Beleuchtung und der Einbau einer modernen und effizienten Kühlzelle kommen zusammen mit der Umgestaltung des Innenraums dem Klimaschutz mit einem Einsparpotential von rund acht Tonnen CO2 zugute.

Die aktuelle Zeitplanung des Amtes für Gebäudemanagement sieht einen Baubeginn im 4. Quartal 2020 vor. Nach Die Fertigstellung der Baumaßnahme soll im 4. Quartal 2021 erfolgen. Für die Dauer der Arbeiten wird eine provisorische Kapelle in unmittelbarer Umgebung für die Besucherinnen und Besucher zur Verfügung stehen. Die für etwa 1,88 Millionen Euro runderneuerte Kapelle soll den Nutzerinnen und Nutzern ab 2022 wieder zur Verfügung stehen.

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