Mund-Nasen-Schutz für Senioren – Stadt beginnt mit Verteilung
50.000 Hygienekits wurden von Freiwilliger Feuerwehr, Bediensteten städtischer Ämter und Beteiligungsgesellschaften zusammengestellt. Auch der Krisenstab beteiligte sich am Mittwoch, 22. April, an der Aktion / Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

Mund-Nasen-Schutz für Senioren – Stadt beginnt mit Verteilung

Ab Montag, 27. April, gilt auch in Nordrhein-Westfalen die Pflicht, beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen einen „Mund-Nasen-Schutz“ zu tragen. Die Stadt möchte Düsseldorfer Senioren ein Hygienekit mit Maske und Anleitung zur Verfügung stellen. Die Masken werden durch die Landeshauptstadt an Menschen ab 65 Jahren verteilt. Die Senioren können sich unter Telefon 0211-899 89 99 bei der Versorgungshotline des Amtes für Soziales melden. Sie bekommen dann ein Hygienekit nach Hause geliefert oder per Post zugestellt. Zusätzlich sollen auch den Senioren, die vom Amt für Soziales mit dem Einkaufsservice bedient werden, ein Kit zu den ausgelieferten Einkäufen beigelegt werden. Weiterhin sollen die Kits voraussichtlich am Samstag, 25. April, an ausgewählten zentralen Orten der Stadt verteilt werden. Die Verteilaktion richtet sich ebenfalls vorwiegend an Senioren. Um größere Menschenansammlungen zu vermeiden, werden die Verteilorte vorher nicht bekanntgegeben.

„Ich bin froh, dass das Land eine einheitliche Regelung in Sachen Maskenpflicht getroffen hat. Wir als Landeshauptstadt werden schon in dieser Woche mit der Verteilung von Masken beginnen. Wir wollen vor allem Menschen, die aus wirtschaftlichen Gründen Probleme bekommen könnten, sich selbst Masken zu kaufen, und die vom Virus besonders bedrohten Senioren versorgen. Aber ich appelliere an alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer sich selbst Masken zu kaufen oder zu nähen. Wir wollen die Zahl der Infektionen weiter gering halten. Denn ein Anstieg würde weitere Lockerungen in nächster Zeit gefährden“, betont Oberbürgermeister Thomas Geisel.

„Die Stadt Düsseldorf verfügt mit der Versorgungshotline und dem Einkaufsservice über geeignete Instrumente, um die Kits an die Seniorinnen und Senioren zu bringen, ohne dass sie sich nach draußen begeben müssen und so ungeschützt Gefahr laufen, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Wichtige Partner der Stadt bei Einkaufsservice und Verteilung der Kits sind die Liga der Wohlfahrtsverbände und die ‚zentren plus‘, denen ich für ihren Einsatz ausdrücklich danke“, sagt Roland Buschhausen, Leiter des Amtes für Soziales.

„Neben einer guten Händehygiene ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes dort, wo man keinen ausreichenden Abstand halten kann, wie zum Beispiel in Bussen und Bahnen entscheidend, um eine weitere Zunahme der Corona-Fälle zu verhindern. Zudem werden dadurch Risikogruppen besser vor Infektionen geschützt“, erklärt Dr. Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamtes.

Mehrlagiger medizinischer (chirurgischer) Mund-Nasen-Schutz (MNS) und medizinische Atemschutzmasken, wie zum Beispiel FFP-Masken, müssen medizinischem und pflegerischem Personal vorbehalten bleiben. Für die Bevölkerung empfiehlt das Robert Koch-Institut das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder auch einer Behelfsmaske (textile Barriere im Sinne eines MNS) im öffentlichen Raum, wo der Abstand nicht gewahrt werden kann. Sie können das Risiko verringern, andere Menschen anzustecken. Behelfsmasken können erworben oder aus Stoffen oder anderen Materialien zum Beispiel mit Anleitungen aus dem Internet selbst hergestellt werden.

Voraussetzung für einen funktionierenden Infektionsschutz ist, dass genügend Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und richtig damit umgehen. Beim Tragen von Masken sollten daher folgende Hinweise beachtet werden:

– Die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind weiterhin einzuhalten.
– Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
– Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass besonders die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
– Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
– Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
– Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
– Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich, also mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife, gewaschen werden.
– Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel oder ähnlichem luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
– Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist, sollten, so sie vorhanden sind, beachten werden.

Weitere Informationen zum Thema Corona finden sich online unter www.duesseldorf.de/corona

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