„Aufgabe für uns alle“ – Gedenkbuch zum Pogrom 1938 vorgestellt
Bei der Vorstellung des Gedenkbuches: Dr. Bastian Fleermann, Armin Laschet, Immo Schatzschneider, Hildegard Jakobs, Gerd Genger und Thomas Geisel (v.l.)/Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer

„Aufgabe für uns alle“ – Gedenkbuch zum Pogrom 1938 vorgestellt

Es sind 263 akribisch recherchierte Seiten, die Licht in eins der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte bringen und an die Opfer des Novemberpogroms 1938 erinnern soll: Die Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte, Ministerpräsident Armin Laschet und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel stellten Anfang November das „Gedenkbuch für die Toten des Pogroms 1938 auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen“ vor. Es fasst die Ergebnisse eines landesweiten Forschungsprojektes zusammen, das 2017/18 von der Mahn- und Gedenkstätte durchgeführt wurde; dazu gehört die Erkenntnis, dass es deutlich mehr Opfer gab als bislang angenommen.

Das im Droste-Verlag erschienene Buch ist dem Andenken an die mindestens 131 Männer und Frauen gewidmet, die aufgrund der Novemberpogrome ihr Leben verloren haben, die ermordet oder in den Suizid getrieben worden sind. „Das Schicksal der Opfer der Pogromnacht erfüllt uns noch heute mit Scham und Entsetzen“, erklärte Laschet bei der Vorstellung des Gedenkbuchs. „Ihnen sind wir es schuldig, Judenhass und Gewalt gegen Minderheiten entschlossen entgegenzutreten und die jüdische Gemeinschaft in unserer Mitte zu schützen. Das Gedenkbuch ist eine Mahnung, wie weit Hass und Hetze gehen können. Unsere Demokratie und unsere Gesellschaft müssen gegen Antisemitismus, gegen Hass und die Parolen der Rechtsextremisten verteidigt werden. Das ist Aufgabe für uns alle.“

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